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Über die Geschichte

Obwohl Rembrandt in Leiden geboren wurde, spielte Amsterdam eine wichtige Rolle im Leben dieses berühmten Künstlers. Rembrandt kam zum ersten Mal nach Amsterdam, als er 18 Jahre alt war. Ein paar Jahre später zog er dauerhaft nach Amsterdam, einer echten Metropole im 17. Jahrhundert.

 

Pieter Lastman

Rembrandt van Rijn wurde 1606 in Leiden geboren. Seine Eltern arbeiteten in einer Mühle, aber Rembrandt sah seine Zukunft anders: Er wollte Maler werden. Nachdem er schon früh Malunterricht bei Jacob Van Swanenburg genommen hatte, kam Rembrandt im Alter von 18 Jahren zum ersten Mal nach Amsterdam. Er ging bei dem Maler Pieter Lastman in die Lehre, in der Antonie Breestraat, nahe der Zuiderkerk.

Van Uylenburg

Nach seinem Studium bei Pieter Lastman kehrte Rembrandt nach Leiden zurück und eröffnete zusammen mit seinem guten Freund Jan Lievens sein Atelier (Werkstatt). Ein paar Jahre später ließ er sich in Amsterdam nieder und begann für den Kunsthändler Hendrick van Uylenburg zu arbeiten, dessen Atelier sich neben dem heute berühmten „Rembrandthaus Museum“ befand, wo Rembrandt 19 Jahre lang lebte.

De Nieuwmarkt

Die Waag auf dem Nieuwmarkt spielte eine wichtige Rolle in Rembrandts Geschichte in Amsterdam. Zu Beginn seiner Karriere wurde Rembrandt nicht nur Mitglied der St. Lukas Malergilde in De Waag, sondern er sollte hier auch eines seiner berühmtesten Gemälde anfertigen: Die Anatomie des Dr. Nicolaes Tulp. Dies war eines von Rembrandts ersten Gemälden für eine Gilde (in diesem Fall eine Chirurgen-Gilde). Später malte er für die Tuchmacher-Gilde (De staalmeesters) und für das Schützengilde (De Nachtwacht).

Damsquare

Amsterdams bekanntester Platz ist immer noch der Dam (de Dam), obwohl er zu Rembrandts Zeiten ganz anders aussah. Das neue Rathaus (heute der Königliche Palast) befand sich zu Rembrandts Lebzeiten im Bau.

In der Mitte des Platzes stand das Waag-Gebäude mit seinen sieben Toren, wo Waren gewogen wurden. Auf der Seite des Rokin befand sich ein imposantes Börsengebäude; die Koopmansbeurs. Das Gebäude mit seinem charakteristischen Turm wurde vom Stadtarchitekten Hendrick de Keyser entworfen. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts war die Koopmansbeurs das wichtigste Handelszentrum der Welt und gilt als die allererste Börse.

De Jordaan

1658 erklärte Rembrandt den Bankrott. Er war gezwungen, seine große Residenz (das Rembrandthuis) aufzugeben, und sein Hausrat wurde versteigert. Um Gläubiger abzuwehren, wurden Rembrandts Frau Hendrickje und sein Sohn Titus rechtlich seine Arbeitgeber. Dies ermöglichte ihm, seine Arbeit als Maler fortzusetzen. Rembrandt und seine Familie zogen in ein Haus an der Rozengracht, nahe der Westerkerk. Das Interieur dieses Hauses ist in der Rembrandts Amsterdam Experience nachgebildet.

Zu dieser Zeit war das Viertel Jordaan eine Art neue Wohnsiedlung in Amsterdam. In dieser Zeit schuf Rembrandt viele seiner besten Gemälde, seine „späten Werke“. Diese Gemälde hatten einen anderen Stil als seine früheren Arbeiten und widersprachen dem feinen, detaillierten Malstil, der damals populär war. Rembrandt experimentierte mit kräftigen Pinselstrichen und Licht. Dies ermöglichte es ihm, seinen Werken emotionale Tiefe zu verleihen.

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